twitterfavoriten oktober 2014

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über selfies

jörgen camrath hat über selfies gerantet. vor allem über selfies an den falschen orten. und beim kommentieren dieses beitrags ist mir der kommentar etwas lang geraten, weshalb ich ihn an dieser stelle noch einmal festhalte. denn in diesem kommentar habe ich versucht meine position zur selfie-seuche auszudrücken und zugleich zu finden.

ich persönlich bin ja ein großer freund von selfies. davon sollte die welt gerne mehr bekommen. bilder von menschen, wie sie sich selbst sehen wollen und bilder von menschen in allen möglichen lebenslagen und orten.

selfies transportieren für mich mehr als nur einen egozentrismus der personen. mit demselben argument ließen sich fashion-shootings oder street-fotografie dann verdammen, wenn sie models zeigen. oder eben sogar die reportagen, die sich um menschen drehen. vor allem aber die bilder von sogenannten “personen der zeitgeschichte”. den diese scheinen mir doch in vielen fällen als eine art katalysator. sie werden viel fotografiert und vor allem werden die bilder geteilt und angesehen, da interesse an den veranstaltungen und abgebildeten personen vorhanden ist.

selfies transportieren für mich mehr als bilder des selbst mit einer kulisse. vielmehr zeigen sie, dass man da ist, dokumentieren mit wem man unterwegs ist, ermöglichen selbstvergewisserung und erleichtern auch das erinnern.

ich und meine familie stehen aktuell vor der aufgabe die dias meiner großeltern zu sichten und auszuwählen, welche wir behalten möchten. und es sind viele dias von vielen orten, da mein großvater begeisterter fotograf war und gerne reiste.

schon jetzt vermuten wir, dass wir vor allem die bilder behalten, die menschen zeigen. menschen die wir kennen und zu denen wir einen bezug haben. auch wenn viele andere bilder einfach schön anzusehen sind und auch interessante momente von reisen festgehalten haben, so sind sie für uns in den meisten fällen belanglos. das mag im ersten moment traurig klingen, aber es zeigt auch die vergänglichkeit von festgehaltenem. denn bilder sind mit gedanken verknüpft. einige sind technisch aufwändig, einige sind von besonderen orten und andere sind einfach hübsch für den betrachter. aber dies steht doch immer im zusammenhang mit dessen blickwinkel, damit, was er mit dem bild anfangen kann.

und selfies bieten dabei einen ausgangspunkt. mit selfies fällt es sowohl für die eigene erinnerung, als auch für andere menschen, die bilder sehen einfacher, einen anknüpfungspunkt zu haben. und mit diesem anknüpfungspunkt werden auch die “kulissen” wieder interessant. denn selfies entsprechen eben nicht der potraitfotografie von jim rakete (z.b.), sondern sie verorten bilder. sie lassen den menschen nicht mit sich allein, sondern verorten in der welt. in der räumlichen, in der sozialen und auch in der historischen welt.

im falle der ausschwitz selfies zeigen sie die auseinandersetzung mit ausschwitz. sie verorten das individuum in ausschwitz. und bieten so die möglichkeit immer wieder daran anzuknüpfen. das festhalten ermöglicht immer wieder eine rückkehr an diesen ort und bieten damit die möglichkeit sich immer wieder damit auseinander zu setzen.

zur kritik an anonymisierungsdiensten und warum diese notwendig ist

@leitmedium hat in den letzten tagen drei beiträge zu hatern im netz geschrieben. im ersten dieser beiträge (»Stirb, Du Hure!« – Lasst uns endlich über Einschüchterungskultur statt abstrakter Netzpolitik reden) erklärt er das problem der einschüchterungskultur, warum man sich mit diesem thema auseinandersetzen sollte und warum diese auseinandersetzung wichtiger ist, als andere netzpolitische fragen. der zweite beitrag (Gute Technologie / Schlechte Technologie: Darf man Anonymisierungsdienste kritisieren?) setzt er sich mit der frage auseinander, ob man anonymisierungsdienste kritisieren darf und ob diese nicht dem schutz von menschen vor übergriffen gegenüberstehen. der dritte beitrag fordert anschliessend ein recht auf schutz vor anonymität (»the right to be let alone« – für ein “Recht” auf Schutz vor Anonymität).

mit dieser auseinandersetzung beschäftigt sich allerdings nicht nur @leitmedium, sondern insbesondere von marginalisierung und diskriminierung betroffene gruppen haben auf diese problematik bereits längere zeit immer wieder hingewiesen. all die vorarbeit dieser gruppen darf man nicht vergessen. aktuell erreicht diese debatte nun auch die privilegierten akteure im netz (zum großteil eben weiße männer). ich denke, dass man diesen gruppen eine größere aufmerksamkeit schenken sollte, ihre hinweise, ihre ideen zum umgang, ihre problembeschreibungen verbreiten sollte und ihre stimme verstärken sollte. allerdings nicht immer nur mit der weißen, männlichen hegemonialen reformulierung, sondern durch reposts, retweets und solidarische unterstützung.

auf den beitrag Gute Technologie / Schlechte Technologie: Darf man Anonymisierungsdienste kritisieren? hat @frank_rieger mit einem plädoyer für anonymisierungsdienste reagiert (Anonymitätsdienste und asoziales Verhalten).

in dieser debatte scheint mir jedoch aneinander vorbeigeredet zu werden. während @frank_rieger daraus eine debatte um das verhältnis zwischen dem schutz des einzelnen vor dem staat und stalkern macht, unterstellt er @leitmedium, dass hier eine möglichkeit der strafverfolgung gefordert wird.

Möchte einer der Spackeria-Streiter diesen Frauen erklären, dass sie das Internet dann eben nicht mehr benutzen können? Dass sie leider Pech gehabt haben und dass der Spackeria-Anspruch, Idioten mit beleidigenden Kommentaren identifizieren zu können, schwerer wiegt, als das Recht auf körperliche Unversehrtheit? Dass der Rechtsstaat sie schon schützen wird, wenn der besoffene Ex mit der Eisenstange vor der Tür des Frauenhauses lauert und sie abpasst?

mir scheint dies überhaupt nicht zur eigentlichen debatte zu passen. es geht nicht um strafverfolgung und auch nicht darum, dass man die hater offenlegt. für viele betroffene ist dies ebenfalls nicht von interesse. sie wollen einfach ohne solche kommentare, beleidigungen und bedrohungen an dieser gesellschaft teilhaben. und dies ist völlig fraglos ihr recht.

dies ist keine frage nach der sinnhaftigkeit von tools. tor wird dabei keineswegs gänzlich in frage gestellt. für viele betroffene sind genau diese tools sehr relevant. es scheint doch viel mehr eine frage des umgangs miteinander im netz zu sein. hin und wieder habe ich hinweise darauf gelesen, dass es mit der nettiquette genau diese auseinandersetzung und auch das problem der hater bereits in frühesten zeit des internet gab.

diese hinweise helfen aber dann nicht, wenn man von hatespeech betroffen ist und sich nur mit dem rückzug aus dem netz davor schützen kann, wenn man aus gesellschaftlichen diskursen gemobbt wird. worum es geht, ist die möglichkeit sich vor den nutzern von anonymisierungsdiensten schützen zu können. das eindringen dieser in die eigenen diskursräume zu verhindern. und diesen schutz möglichst niederschwellig zu ermöglichen. danilo campos hat einige möglichkeiten mit blick auf twitter formuliert.

diese filtersouveränität, diese möglichkeit sich zu schützen und sich auch innerhalb des netzes zurückziehen zu können, sind wichtige teile der mediatisierung unserer welt.

die auseinandersetzung von @frank_rieger mit den überlegungen von @leitmedium scheinen mir dabei übermäßig in einen konflikt gepusht. denn letztendlich fordern beide möglichkeiten gesellschaftlicher teilhabe ohne mit hatespeech konfrontiert zu werden.

für @frank_rieger ist es die frage nach einem zivilisierten diskurs, der jedoch den ausschluss einiger potentieller teilnehmer erfordert.

Es gibt dadraußen einfach jede Menge Leute mit bösem Willen, psychischen Problemen oder einer aufgestauten Menge Groll und Wut, die sie die Grundregeln des zivilisierten Miteinanders mißachten lassen. Das war schon immer so. Nur würde in der physischen Welt auch niemand auf die Idee kommen, eine zivilisierte Debatte über Geschlechtergerechtigkeit oder Flüchtlingsrechte in einem Stadion zu führen, in dem jeder der möchte ein Megafon in die Hand bekommt. Diskurse im Sinne eines produktiven, inhaltlich vorranbringenden Austausches von Meinungen und Ideen, der im besten Fall zu einer Weiterentwicklung und Synthese neuer, guter Gedanken führt, bedurften schon immer einer gewissen Segregation von den Schlammhirnen, denen nichts an intellektueller Weiterentwicklung liegt. Wir werden im Netz Mittel und Wege entwickeln müssen, um dies wieder zu ermöglichen.

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für @leitmedium ist es die möglichkeit sich vor nutzern von anonymisierungsdiensten zu schützen, die diese für hatespeech missbrauchen.

für diesen schutz brauchen wir kritik an anonymisierungsdiensten und auch an anderen diensten. denn diese bringen eine jeweils eigene policy mit und gestalten damit die möglichkeiten des diskurs. und darüber müssen wir uns gedanken machen, damit all die, die an diskursen teilnehmen möchten, dies auch tun können, ohne bedrohungen zu erleben. und diese perspektive darf nicht nur auf die eigenen möglichkeiten der digitalen selbstverteidigung verweisen, sondern muss auch von denen, die technik entwickeln und dort entsprechende expertise mitbringen mitgedacht werden.

wir brauchen möglichkeiten uns zu schützen, möglichkeiten eine stimme auch dann zu haben, wenn sie uns von machtvollen instanzen verbieten wollen. dazu gehört die möglichkeit anonym und pseudonym kritik an staat, medien und strukturen zu äußern. vor allem und zu erst für diejenigen, die unterdrückt, benachteiligt und diskriminiert werden.

wir brauchen aber auch die möglichkeit uns zu schützen, wenn anonym und pseudonym unterdrückung geschieht, beleidigt wird und menschen bedroht werden. wir brauchen die möglichkeit die tür vor denjenigen zu schließen, die in unsere räume eindringen wollen. und darum müssen wir über anonymisierungsdienste reden. denn diese ermöglichen es immer wieder, dass es trotz geschlossener türen hatern gelingt in räume einzudringen.

links vom 09.10.2014

  • Gegen die Hilflosigkeit | Das Nuf Advanced
  • dasnuf macht sich gedanken darüber, wie man das netz als wunderbaren ort erhalten kann. und wie man mit denjenigen umgeht, die menschen beleidigen und angreifen.

    Das Internet ist für mich ein wunderbarer Ort und ich möchte nicht, dass sich dort ungehindert Menschen bewegen, die andere Menschen beleidigen, angreifen, bedrohen, einschüchtern und fertig machen.

    Das Internet sind Menschen. Echte Menschen. Keine virtuellen und ich möchte, dass das langsam mal alle verstehen. Alles was hier stattfindet, ist echt. Es gibt keine virtuellen Gefühle. Es gibt kein sich virtuell bedroht fühlen. Es gibt keine virtuelle Beleidigung. Wenn jemand auf Twitter eine andere Person beleidigt, dann ist das so echt wie auf der Straße, auf einer Konferenz, in den eigenen vier Wänden. Es gibt keinen Unterschied.

  • Widerspruch ǀ Unsere gefühlte Freiheit — der Freitag
  • byung-chul han schreibt bei der freitag über die janusköpfigkeit des netzes und das im digitalen bereits die nutzung des internet als herrschaftsmedium angelegt ist.

    und zugleich schreibt er das digitale keineswegs ab, sondern geht davon aus, dass auch weiterhin die möglichkeiten der emanzipation ebenso darin angelegt sind.

    Der Kampf für die Freiheit ist noch nicht entschieden. Die Chancen, die Freiheit wiederzuerlangen, liegen im digitalen Medium selbst. Wir müssen das Emanzipationspotenzial des digitalen Mediums wieder aktivieren und gemeinsam digitale Strategien der Freiheit entwickeln.

youtube favs

re:publica 2014 – Sascha Lobo: Rede zur Lage der Nation


re:publica 2014 – Felix Schwenzel: Wie ich lernte, die …


re:publica 2014 – Lorenzo Tural Osorio: Zahnbürste oder…


Captain Gips – Ohne Euch


Captain Gips – Faust in der Tasche


Captain Gips – Bling Bling


Neonschwarz – Love Will Never Die


Captain Gips – Sonne auf Bauch


Johnny Mauser – Die Mauer (Official Video)


Neonschwarz – In deiner Stadt (Official Video)


Neonschwarz – On a Journey

links vom 11.09.2014

  • Recht auf digitale Unversehrtheit – connected
  • Jeder Mensch hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit und die Strafen für Vergehen dagegen sind durchaus heftig (auch wenn nicht in allen Fällen heftig genug). Analog2 ist es notwendig, ein Recht auf digitale Unversehrtheit umzusetzen und sich von irgendwelchen Sicherheitsalgorithmen und Dateneigenarten als Argument für irgendwas zu verabschieden.

    Ein solches Recht würde nicht nur ein für alle Mal den expliziten Wünschen von Menschen bezüglich ihrer nichtpublizierten Daten einen ernsthaften, nicht aus dem Urheberrecht sondern aus der Würde eines jeden Menschen abgeleiteten Rahmen geben, sondern vor allem auch ein klares Signal für ein neues Verständnis des Netzes setzen: Die Digitalsphäre als Raum menschlicher Existenz mit allen Verpflichtungen, die dieses Verständnis mit sich bringt.

    das netz dem menschen anpassen und damit auch noch nutzbarer zu machen ist eine sehr sinnvolle idee. diesen text kann man nur unterschreiben

  • Wann ist ein Kind ein Kind? | Frau Dingens
  • frau dingens schreibt über kinder in computerspielen am beispiel von clementine aus "the walking dead". sie bezieht sich insbesondere auf season 2 und die rolle, die clementine dort einnimmt und welche belastungen sie erfährt. dazu schreibt sie:

    So interessant es ist, als ein Kind zu spielen – so viel Sorgfalt würde ich mir doch von den Publishern wünschen. Gerade für jüngere Spieler_innen, die noch deutlich näher am Kindlichen dran sind als ich mit 29, ist es wichtig auch das kindhafte, junge, unschuldige so lange zu bewahren wie möglich, und es nicht aus narrativen Gründen gewaltvoll wegzureißen. Unsere Gesellschaft hat oftmals Probleme, Kinder als Kinder zu begreifen und nicht als verkleinerte Ausgabe von Erwachsenen – und das spiegelt sich manchmal auch in Spielen.

    dieser aussage kann ich im ersten moment nur zustimmen.

    im zweiten moment stellt sich mir die frage, ob das wirklich so ist und ob man nicht davon ausgehen kann, dass die spieler*innen zum einen zwischen realität und spiel so differenzieren können und zum reflektieren angeregt werden, dass sie oft besser mit solchen situationen umgehen können, als man meint. vielleicht scheint es uns viel wichtiger kinder zu behüten und zu beschützen, als es diese benötigen.

    allerdings kann ich dennoch voll und ganz unterschreiben, dass man kinder nicht wie kleine erwachsene behandeln sollte.

twitterfavoriten märz, april, mai, juni, juli und august

schon lange keine twitterfavoriten mehr hier gehabt. die letzten stammen noch aus dem februar. daher hier nun eine umfangreichere sammlung der letzten monate.

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AeroPress Coffee

seit einigen tagen bin ich besitzer einer aeropress und bereite darin meinen kaffee zu. vorher habe ich eher zur french press gegriffen.

der kaffee aus der aeropress ist sehr lecker. aktuell verwende ich den pirates blend von den sweet coffee pirates. gemahlen wird er ein einer handmühle (hario skerton). das ergibt ein sehr leckeres ergebnis. der kaffee ist sehr lecker und die zubereitung macht eine menge spaß. man zelebriert damit den kaffee noch einmal anders.

vor allem das ausprobieren unterschiedlicher zubereitungsarten macht eine menge spaß und man merkt, wie unterschiedlich der kaffee schmecken kann.

und da ich lust hatte ein video zu erstellen, kann man hier eine der varianten der kaffeezubereitung sehen. allerdings fehlt zwischen den rührvorgängen eine minute video. solange ist der kaffee nämlich gezogen, bevor er durch den filter gepresst wurde.

 

Aeropress Coffee from endorphenium on Vimeo.