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Zeitungen vs. Google…

pixy
…mal wieder…

Das Thema ist ja an verschiedenen Stellen schon bearbeitet worden (vgl.  hier,  hier und  hier) und findet in der Debatte um  Open Access (vgl.  hier und  hier) eine weitere Komponente.

Nun hat sich in der FAZ der Jurist Prof. Dr. Jan Hegemann unter dem Titel  “Kopierte Inhalte – Schutzlos ausgeliefert im Internet” zu der Debatte geäussert.

Was mich dabei doch schwer verwundert, ist das die Verlage nun bei News-Aggregatoren das Problem sehen.

Warum ist  Google News ein Problem für die Verlage? Dort werden die Inhalte nicht kopiert, sondern lediglich in Form kurzer Teaser gezeigt.

Zumindest für mich ist das Werbung. Ebenso wie die Übernahme bestimmter Artikel oder der Verweis auf diese in anderen Aggregatoren oder Pressespiegeln.

Dort lese ich die Artikel anschliessend, wenn mich mehr als der Teaser interessiert.

Würde ich nicht auf diese Weise über bestimmte News informiert, dann würden doch einige Artikel an mir vorbeigehen und ich würde dem Verlag als Leser verloren gehen.

Zudem bin ich auf diese Weise dazu gekommen mir doch in und wieder die Zeitung aus anderen Gründen als Wohnungsanzeigen oder Regionalen News zu kaufen.

Wenn Verlage eben nicht die Rechte an einem Text besitzen, dann ist es doch wunderbar, dass dieser Text immer wieder aufgenommen werden kann und viel mehr Menschen erreicht. Zumindest sehe ich darin den Sinn von Presse, Literatur, Kultur…die Teilnahme und Teilhabe der Menschen am gesellschaftlichen Leben.

Das Verlage dieses Re-Finanzieren müssen ist klar und es soll auch kein Journalist am Hungertuch nagen.

Allerdings wird es genau aus diesem Grund Zeit, dass man über andere Finanzierungsmodelle der Gesellschaft nachdenkt und ein anderes Lebensmodell zulässt (Entwürfe existieren ja bereits).

Die Frage an dieser Stelle – wobei ich hier explizit auch andere Verlage mit einbeziehe – ist die, ob Verlage noch benötigt werden? Und in welcher Form?

Das “Produkt” (Zeitungsartikel, Film, Musik) ist digital beliebig oft, schnell und unkontrollierbar zu vervielfältigen. Dagegen kam die Musik- und Filmindustrie bisher eher schlecht als recht an und die Zeitungsverlage sollten nicht in die selbe Falle tappen.

Vielleicht sollten man sich Gedanken über Alternativen zum aktuellen Geschehen machen. Schnelle Schlagzeilen sind das eine, gut recherchierte Berichte, Kolumnen und Kommentare das andere.

Für ersters reicht mir persönlich ein RSS-Feed mit Meldungen von Presseagenturen. Für zweiteres möchte ich gerne Zeitungsportale und gedruckte Zeitungen nutzen.

Und das tue ich nicht TROTZ, sondern WEGEN Newsaggregatoren.

Um mit dem Motto der Re:Publica zu schliessen, da es so schön allgemein und umfassend ist, allerdings auch unglaublich gültig: SHIFT HAPPENS!