Posts Tagged: Android

links vom 16.01.2014

  •  Blackphone: Build from hardware, software and broken promises | Nodes in a social network
  • tante über das blackphone und die probleme mit den versprechen, die ein werbeblock für ein solches gerät enthält. sehr lesenswert, da vieles davon eben auch für andere sicherheitstechnologien gilt. und dennoch die arbeit daran und die auseinandersetzung um privatsphäre und datensicherheit immer relevanter wird.

    I consider the Blackphone basically a homeopathic solution selling a feeling of security and maybe a few nice patches to android. It’s part of the last struggle of the failing old narrative of security and control.

  •  Spleen24
  • your favorite tumblr for the next 5 minutes…. spleen24.tumblr.com

Transparenter Bildschirm auf dem Android Smartphone

Irgendwo lief sie mir gestern über den Weg. Leider weiß ich die Quelle nicht mehr….sry….aber eine relativ geniale App, die zumindest für einen schicken optischen Effekt sorgt, da ich eher selten beim laufen tippe…

Die App nutzt die Kamera um das Bild auf das Display zu bringen. Da die App den Rest des Desktop dabei transparent macht, kann man sowohl sehen, was vor einem liegt, als auch das, was auf dem Display passiert.

 Hier gibts die App
QR Code

Abrechnung mit…

The raging battle between Apple's iPhone and Google's Android by Tsahi Levent-Levi
 The raging battle between Apple’s iPhone and Google’s Android, a photo by  Tsahi Levent-Levi on Flickr.

…ja, mit was eigentlich? Konrad Lischka schreibt auf Spiegel Online eine Abrechnung (sic!) mit Android bzw. Google und macht daraus ein Gegenüberstellung von Android und iOS. Dabei wird darauf hingewiesen, dass Android von vielen Herstellern eingesetzt wird und diese Ausdifferenzierung der Anbieter dazu führt, dass er nun Elektroschrott besitzt, den er nicht mehr nutzen kann und zudem kein Zubehör nutzen kann. Zumindest nicht so, wie er es sich vorstellt.

Leider bleibt diese “Abrechnung” auf einem Niveau stehen, was sich auf ein reines Android bzw. Google-Bashing konzentriert. Auch ohne einen Vergleich mit Apple zu bringen, lässt sich der Artikel von Konrad Lischka sehr gut kommentieren und auf einige Gedanken hinweisen, bei denen Lischka einfach falsch liegt.
Lischka gliedert seinen Artikel in 3 Kritikpunkte bzw. 3 Konstruktionsfehler, die er für Android ausmacht. In genau dieser Logik will ich diese hier betrachten.

1. “Google wälzt zu viel Arbeit ab”

 

Das Problem sei hier, dass Konrad Lischka sein Bluetooth-Tastatur nicht mit einem deutschen Layout an seinem HTC Flyer Tablet nutzen kann. Ok, das ist ärgerlich. Sascha hat das ganze auf  netbooknews.de ebenfalls kommentiert und weist darauf hin, dass es scheinbar doch Möglichkeiten gibt, um dieses Problem zu lösen. Dieses Problem Google vorzuwerfen ist jedoch ein Fehler. Hier sollte man nicht davon ausgehen, dass man jedes Gerät an jedem anderen nutzen kann und immer alles so funktioniert, wie man es erhofft. Soviel man sich darüber ärgern mag, dass die Technik in unserer Welt immer noch nicht so einfach ist, dass alles kompatibel und ohne Aufwand bedient und aktuell gehalten werden kann, sollte man doch überlegen, inwiefern man es dann doch erwarten will. Vieles hat Technik für uns deutlich erleichtert. Aber nun zu erwarten, dass alles perfekt zusammenpasst, scheint mir doch vermessen.

Wenn ich mir ein Auto zulege, dann kann Universalzubehör gut passen, muss es aber nicht. Vielleicht braucht man in einigen Fällen eben doch passendes Zubehör. Ist das ein Vorwurf, dem man dem Autohersteller machen kann? Ein Tablet ist eben nicht auf die Bedienung mit einer Tastatur angelegt. Wenn man dennoch eine nutzen möchte, dann sollte man vorab klären, dass Zubehör funktioniert.

Die von anderen Nutzern vorgeschlagenen Lösungen (Apps für 10€, die das Layout ändern oder Eingriffe in Systemdateien) sind dann auch nicht genehm. Schließlich macht das Arbeit und ist eine Herausforderung.

2. “Nach zehn Monaten Elektroschrott”

 

Das Galaxy S bekommt kein offizielles Firmware-Update auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich. Und das, obwohl es erst 10 Monate alt sei, als ICS veröffentlicht wurde. Das Galaxy S ist laut Wikipedia seit  Juli 2010 in Deutschland auf dem Markt. ICS wurde am  19.10.2011 veröffentlicht. In meiner Rechnung sind das 15 Monate, nicht 10. Inzwischen sind es 18 Monate seit der Veröffentlichung des Galaxy S. Man kann sich ärgern, ich kann es sogar verstehen. Aber es gibt Custom-Firmwares, die es ermöglichen dennoch neuere Androidversionen zu nutzen, dazu kommen wir gleich noch. Vorher muss man sich deutlich machen, dass ein Galaxy S mit Android 2.3.3 für Konrad Lischka Elektroschrott ist. Ich nehme den gerne ab. Gar kein Problem. Wo liegt genau sein Problem? Android 2.3.3 stellt noch den  Großteil der verbreitetenVersionen. Schade, dass all diese Nutzer (ca. 2/3 aller Androidnutzer) nun mit Elektroschrott rumlaufen.

Als mein Galaxy S kaputtging, da fehlten mir die Mittel, um es gleichwertig zu ersetzen. Um dennoch die Vorteile eines Android-Smartphones weiter nutzen zu können, kam ein  HTC Magic als Ersatz ins Haus. Natürlich ist das 2009….aber es lief, es läuft immer noch und es war problemlos nutzbar. War es im Dezember immer noch. Aber leider Elektroschrott, sowie Lischkas Galaxy?

Mich würde interessieren, was genau an Konrad Lischkas Galaxy S nicht (mehr) funktioniert, was er beim Kauf erwartet hat.

3. “Die Qualitätskontrolle für

System-Aktualisierungen versagt”

 

Lischka erwartet, dass Google die Updates der Hardwarehersteller kontrolliert? Anders ist dieser Hinweis nicht zu verstehen. Ein defektes HTC Tablet wird dafür als Beispiel angefügt, ohne zu erläutern,was nun der defekt genau war. Ebenso wie eine intensivere Akkunutzung nach einem Update auf dem Galaxy S.

Daraufhin kam eine Custom-Firmware auf das Gerät. Seitdem ist der Akkuverbrauch wieder im gewohnten Bereich. Wenn dies also nun das größte Problem ist, dass man jeden Tag sein Smartphone aufladen muss, dann ist diese Kritik mir nicht nachvollziehbar. Aber vielleicht liegt das nur an meinem anderen Nutzungsmuster.

Was in dem gesamten Artikel auffällt, ist eine völlige Fehlinformation, worüber eigentlich geschrieben wird. Nicht Google entwickelt Android. Android wird von der  Open Handset Alliance entwickelt. Wenn, sollte diese also die Hersteller und deren Anpassungen bzw. Updatepolitik kontrollieren. Der Vorwurf geht also schon an die falsche Adresse. HTC und Samsung sollten hier angesprochen werden. Nicht Google, nicht Android.

Der zweite Fehler ist der, dass hier ein freies, offenes Betriebssystem angegriffen wird. Dazu heißt es im Artikel

“Googles Android-System ist (ein wenig) freier als Apples iOS”

Was man wissen sollte, ohne sich mit den einzelnen Lizenzen auseinander zu setzen. Frei und quelloffen heißt:

  • “Die Software (d. h. der Quelltext) liegt in einer für den Menschen lesbaren und verständlichen Form vor: In der Regel handelt es sich bei dieser Form um die Quelltexte in einer  höheren Programmiersprache. Vor dem eigentlichen Programm(ab)lauf ist es normalerweise notwendig, diesen Text durch einen so genannten  Compiler in eine  binäre Form zu bringen, damit das Computerprogramm vom Rechner ausgeführt werden kann. Binärprogramme sind für den Menschen im  semantischen Sinne praktisch nicht lesbar.
  • Die Software darf beliebig kopiert, verbreitet und genutzt werden: Für Open-Source-Software gibt es keine Nutzungsbeschränkungen. Weder bezüglich der Anzahl der Benutzer, noch bezüglich der Anzahl der Installationen. Mit der Vervielfältigung und der Verbreitung von Open-Source-Software sind auch keine Zahlungsverpflichtungen gegen einen Lizenzgeber verbunden.
  • Die Software darf verändert und in der veränderten Form weitergegeben werden: Durch den offengelegten Quelltext ist Verändern ohne weiteren Aufwand für jeden möglich. Weitergabe der Software soll ohne Lizenzgebühren möglich sein. Open-Source-Software ist auf die aktive Beteiligung der Anwender an der Entwicklung geradezu angewiesen. So bietet sich Open-Source-Software zum Lernen, Mitmachen und Verbessern an.”

( Wikipedia)

In der Konsequenz ist das vergleichbar mit Wissen, was alle nutzen. Was diese daraus machen, ist Ihnen überlassen. Und was ich als Kunde kaufe, das ist mir überlassen. Der Adressat des Artikels ist also der falsche. Und die Argumente sind eher eine persönliche Unzufriedenheit mit dem erworbenen Produkten. Es sei jedem gestattet sich zu ärgern und seinem Ärger Luft zu machen. Aber warum bei Spiegel Online? Eine Problematisierung der unterschiedlichen Updatepolitiken, der unterschiedlichen Ausgestaltung von Android durch die Smartphonehersteller muss auf einem anderen Niveau erfolgen. Dazu gibt es auch genug zu diskutieren. Hätte man machen können. Hat man hier aber nicht. Es bleibt bei einem  Rant gegen Google.

Um dennoch mit einem Android vs. Apple Gedanken abzuschliessen und damit das Fazit des Artikels aufzugreifen: Herr Lischka, kaufen sie sich doch einfach ein iPhone und ein iPad.