Posts Tagged: lsr

links vom 24.06.2013

    Bertelsmann-Studie zeigt Ungerechtigkeit an deutschen Schulen – SPIEGEL ONLINE
    Mal wieder der Hinweis, dass wir in der Bildungspolitik noch viel vor uns haben.

    Wenn der Ausbau der Ganztagsschulen in diesem Tempo weitergeht, dauert es laut Dräger noch mehr als 50 Jahre, bis für alle Kinder genug Plätze vorhanden sind. "Dabei bietet gerade die gebundene Ganztagsschule gute Möglichkeiten, den Einfluss der sozialen Herkunft zu verringern."

    Die Freiheit des Publizierens » theorieblog.de
    ulrike höppner über das problem der wissenschaft mit einfachen publikationsformen. gut auf den punkt gebracht.

    Ich hätte mich schon längst entschieden – für das Innovative, nicht das Bewährte; für das Aufregende, nicht das Sichere; für das Richtige, nicht das Kluge. Ich bin überzeugt, je freier wissenschaftliche Erkenntnisse zugänglich sind, desto mehr haben wir alle davon. Aber ich weiß um das Risiko, dass dieser Weg letztlich vor allem die Anerkennung meines Textes behindert. So absurd das klingt. Das sollten wir ändern.

    Leistungsschutzrecht: Google beugt sich der deutschen Bürokratie | Digital | ZEIT ONLINE

Links vom 22.03.2013

    Mama Sheldon | Das Nuf Advanced
    Das Nuf über ihre Entwicklung vom perfekten Nuf zum etwas verwirrten Nuf.

    Heute bin ich von Perfektionismus so weit weg wie ein Pinguin vom Nordpol. Ich selbst würde das vermutlich gar nicht merken. Ich merke es ausschließlich an den kleinen, traurigen Gesichtern meiner Kinder. Wenn ich sie z.B. vom Kindergarten abhole und mit ihnen zum Spielplatz gehe und sie dann ohne Schippchen, Trinken und Essen rumstehen. Manchmal auch frierend, weil ich vergessen habe, ihnen Mützen anzuziehen.

    Wiedermal ein wunderbarer Text.

    Incredible Archives of a Nuclear Bomb Test Underwater – My Modern Metropolis
    Faszinierende Bilder und ein Video von einem Atomtest unter Wasser. Ganz schön krass, was da zu sehen ist.

    Verfassungsschutz: Rassismus-Vorwürfe gegen Mitarbeiter – Politik – Süddeutsche.de
    Der Verfassungsschutz mal wieder. Rassismus mal wieder.

    Netzpolitische Hundstage in der SPD | Lummaland
    Niko Lumma zum Leistungsschutzrecht und dem Einknicken der SPD.

    Heute ist so ein Tag, an dem ich leide wie ein Hund.

    Sex und das Internet | Freidimensional.
    Eine völlig unschöne Geschichte, wie Aurelie sich gegen Bedrohungen wehren wollte und anschließend selbst angezeigt wurde. Von der Polizei, an die sie sich gewendet hatte. Wegen eines Bildes in ihrem Blog und dem daraus entstandenen Vorwurf der Verbreitung von Pornographie.

    Achja, bei der Bedrohung konnte man ihr nicht helfen.

Links vom 27.02.2013

Neue Links die man sich mal anschauen sollte vom 27.02.2013:

Regeln zur Facebooknutzung

DerWesten.de hat einen Artikel veröffentlicht, in dem es um Facebook-Irrtümer geht. Dabei wird vor allem thematisiert, was man bei Facebook darf und was man nicht darf.

Dabei wird ausgesprochen ausführlich auf Stolperfallen bei der Nutzung von Social Network Sites hingewiesen und insbesondere diese thematisiert.

Dabei wird meines Erachtens vor allem zweierlei deutlich.

1. Der Umgang mit Social Network Sites und den geposteten Inhalten ist aktuell noch weitaus schwieriger, als man annimmt.

Die im Artikel beschriebenen Beispiele, die zu Kündigungen führten, zeigen, dass das Verhältnis von Öffentlichkeit und Privatheit nun völlig neu geklärt werden muss. Ob Firmen überhaupt mit Blick auf private Facebookprofile einen Bezug zur Arbeit herstellen sollten, ist zumindest für mich fraglich. Hier wird sich in ein Privatleben eingemischt, was eben kein Arbeitsleben ist. Die damit zusammenhängende Frage ist die nach einer zukünftigen Auseinandersetzung um die Trennung von Arbeit und Privatleben, von Produktions- und Reproduktionssphäre. Diese scheint mir immer geringer zu werden. Das kann viele Vorteile für Arbeitnehmer mit sich bringen, aber eben auch gewaltige Nachteile.

Ohne zu wissen, wie ein richtiger Umgang mit Facebook aussehen würde, scheint mir zumindest hier ein großes Problem zu liegen. Welche Kritik an Personen oder Arbeitgebern ist in Ordnung? Wie kann ich sie äußern und wie öffentlich darf sie wann sein? Und natürlich auch die Frage, wie soll (und auch wie darf) mit solchen Äußerungen umgegangen werden. Zumindest für das Sollen scheint mir doch ein Umgang sinnvoller, der sich auf Auseinandersetzungen und Fairness bezieht. Vielleicht ist genau diese öffentliche Kritik dann besonders wichtig, um Arbeitsbedingungen auch zu verbessern und auf Probleme aufmerksam zu werden. Ob diese nun beim Arbeitgeber oder beim Arbeitnehmer liegen mögen.
2. Es scheint unterschiedliche Regeln für Privatpersonen und Firmen zu geben.

Mich hat insbesondere im Artikel der Hinweis darauf irritiert, dass das Posten von Bildern, auf denen Personen zu erkennen sind, da dies deren Recht am eigenen Bild verletzt.

Zugleich wird auf die Frage, ob Personensuchmaschinen mein Bild zeigen dürfen geantwortet, dass dies der Fall sein kann. Zumindest die Formulierung der Frage legt hier nahe, dass es eben erlaubt sei, dass diese Suchmaschinen mein Bild (oder eines, von dem sie meinen, dass es meins sei) veröffentlichen. Hier scheint mir zumindest ein Problem darin zu liegen, dass hier zweierlei Maß angelegt wird. Zumindest beim ersten lesen.

Im Schluss bleibt bei den Hinweisen des Artikels und bei der aktuellen Debatte um das Leistungsschutzrecht für Verlage schon fast nur ein Rückzug aus dem Web, vor allem, wenn man in irgendeiner Art und Weise publiziert und Social Network Sites nutzt. Vielleicht zurück zum Web 1.0? Diesmal nicht, weil es teuer ist, weil es noch nicht in der Gesellschaft angekommen ist oder man besondere Fähigkeiten braucht um es zu nutzen, sondern weil wir die emanzipierenden Elemente und die Verbreitung von Produktionsmittel in viel mehr Hände als zuvor doch besser wieder abschaffen?

Ein solcher Rückzug wäre sehr schade und würde weder unserer Gesellschaft noch dem Einzelnen gut tun. Ich glaube, dass wir einen Schutz der Nutzer vor Kriminalisierung und einer Reduktion auf Kunden benötigen.

Mal so angerissen….dazu kann man sicherlich noch einiges mehr ausführen und an anderer Stelle tun das sicher auch viele aktive Leute….diesen an dieser Stelle auch mal einen großen Dank!!

 

Links vom 18.06.2012 bis 19.06.2012

Neue Links die man sich mal anschauen sollte vom 18.06.2012:

Links vom 17.06.2012 bis 18.06.2012

Neue Links die man sich mal anschauen sollte vom 17.06.2012:

Flaschenhersteller sollen für Wein bezahlen?

Ich lese gerade “Unbegründete Sorgen anlässlich des Leistungsschutzrechts” von Christoph Keese. Der Artikel stellt eine Replik auf einen Artikel von Kai Biermann auf zeit.de

Der Artikel von Kai Biermann entwickelt mit 4 Argumenten einen Entwurf der Probleme eines Leistungsschutzrecht.

Das erste Argument bezieht sich dabei auf die bisher kostenlosen Inhalte von Verlagen. Es sei nun nicht nachvollziehbar, warum man dafür nachträglich Geld haben wolle.

Das zweite Argument bezieht sich auf die Gefahr des Kopierens von Inhalten. Dieser könne jedoch bereits mit dem aktuellen Urheberrecht reagiert werden.

Das dritte Argument wirft den Vertretern des Leistungsschutzrechts Verlogenheit vor. Insbesondere, da nicht die Urheber, sondern die Verlage von diesem Recht profitieren. Dabei werden die Urheber vorgeschoben, um dieses Leistungsschutzrecht zu legitimieren.

In seinem vierten Argument beschreibt Biermann die Gefahr von nicht mehr frei verwertbaren Nachrichteninhalten und dem damit eingeschränkten freien Fluss von Informationen.

Christoph Keese reagiert in seinem Artikel auf Kai Biermann.

Dabei greift er die einzelnen Argument auf. Und entgegnet auf den Hinweis, dass die Inhalte kostenlos im Netz seien und die Verlage nicht selbst die Aggregatoren entwickelt hätten:

“Verlage produzieren Inhalte, oder um einen Vergleich zu bemühen: Verlage stellen den Wein her, nicht die Flaschen. Es hat sich heraus gestellt, dass mit Flaschen derzeit mehr Geld zu verdienen ist als mit Wein. Sollte man deswegen den Wein aufgeben und auf Flaschen umsatteln? Ich fände das falsch. Besser ist es, weiter zu versuchen, mit Wein Geld zu verdienen. Dazu gehört auch, aber natürlich nicht nur, vom Flaschenhersteller etwas Geld für den Wein zu bekommen.”

Ich bin mir nicht sicher, aber meines Erachtens nach, kaufen Weinhersteller die Flaschen beim Flaschenproduzenten ein, oder? Allerdings reden wir hier von zwei Produkten. Vielmehr klingt hier an, dass der Weinhersteller Geld dafür haben möchte, dass der Händler im Prospekt den Wein anpreist. Und der Weinhersteller will Geld haben, ohne dass der Händler bisher eine Flasche Wein verkauft hat. Der Weinhersteller verschenkt seinen Wein sogar am Herstellungsort. Und der Händler, der darauf hinweist, der soll dafür zahlen.

Auf das zweite Argument entgegnet Keese, dass Aggregatoren eben nicht dafür zahlen, dass sie Inhalte ausliefern. Dieses Argument ist nachvollziehbar, insbesondere die Aggregatoren, die damit Geld verdienen, indem sie die Inhalte weitergeben. Aber genau dieser Fall sollte eben abgedeckt sein. Das es hier eben eine bestehende Rechtslage gibt, wird von Keese ignoriert.

Seine Reaktion auf Biermanns drittes Argument ist, dass die Verleger selbstverständlich mit den Urhebern über die Inhalte verhandeln werden und auch die Journalisten am Leistungsschutzrecht verdienen werden. Hier kann man ja mal abwarten, was in Zukunft möglich sein wird.

Dem letzten Argument wird entgegen gehalten, dass es eben bereits jetzt schon nicht erlaubt ist, Inhalte zu kopieren, die journalistisch aufbereitet sind. Die Nachricht selbst bleibt weiterhin frei.

Spannend ist der Schluss von Keeses Artikel, in dem er eine Entgegnung auf Abschlussfrage von Biermann formuliert. Biermann fragt danach, ob es wohl wahrscheinlicher ist, dass Google News eingestellt wird oder ob Google Geld an die Verlage ausschüttet.

Keese entgegnet, dass

“Produkte, die darauf angewiesen sind, Leistungen von Lieferanten kostenlos in Anspruch zu nehmen, sind nicht marktfähig. Umgekehrt setzen Lieferanten zumeist Preise, die ihren von Kunden bezahlt werden können. Es gibt keinen Grund, warum dieser normale Mechanismus nicht auch auf diesem Markt greifen kann.”

Wie war das mit der Flasche und dem Wein?

Mir leuchtet dabei keineswegs ein, warum man für Verlinkungen Geld zahlen sollte. Und als ein “normaler” Kunde, profitiere ich von diesen Angeboten. Ich möchte gerne bei Suchmaschinen schnell auf die wichtigen Meldungen hingewiesen werden. Ich möchte Angebote vieler Anbieter an zentraler Stelle sehen können. Es ist dabei keineswegs Faulheit die einzelnen Verlagsseiten auf der Suche nach einer Meldung anzusurfen. Insgesamt wird vermutlich eher der soziale Austausch gefördert werden. Facebook, Twitter & Co. sind bereits News-Aggregatoren. Diese leiten mich in weiten Teilen zu den Artikeln, die ich lese. Google News nutze ich für spezielle Infos, die ich Suche. Wenn ich ein Schlagwort recherchiere.

Ich bin gespannt, wann und wie ein LSR kommt. Und was ist die Alternative? Das Google die Verlage nicht mehr listet? Das fände ich im Interesse der Informationsfreiheit sehr schade. Damit würden mir einfach viele Quellen verloren gehen. Eine Neuregelung des Urheberrechts scheint mir auch hier dringend notwendig und wichtig. Aus meiner Perspektive geht es um den Zugang zu Informationen für die Menschen. Diesen gilt es zu erhalten. Dieser bringt uns den Fortschritt. Insbesondere, wenn es um aktuelle Inhalte geht.

Die Auswirkungen auf das Zitatrecht und auf Blogs die Werbung einblenden sind mir noch völlig unklar. Ich befürchte aber schlimmes…

EDITH: Bei opalkatze.wordpress.com gibt es weitere Links zum LSR