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digitale ungleichheit

ursprünglich sollte das hier als ein link in der typischen linksammlung auftauchen. allerdings scheint mir dieses thema viel zu relevant zu sein, um in den linklisten zu verschwinden. daher kommen meine anmerkungen zu dem text von ole reissmann nun als ein eigenständiger artikel hier an.

Wir sind die 0,01 Prozent: Die Second-Screen-Twitter-Blase – Ole Reißmann

      ole reissmann weist auf die problematik hin, dass man twitter für zu wichtig hält.

Was aber nicht schaden kann, ist ein bewussterer Umgang mit Twitter. Dazu braucht es Nutzerzahlen und einen kritischer Blick auf Retweet-Kartelle, Fav-Zirkel und Follower-Supernodes. Das wäre mal ein schönes Stück Datenjournalismus.

zu den von @oleraufgeworfenen fragen bietet die ard/zdf-onlinestudie einige hinweise, die noch einmal verdeutlichen, dass twitter nur ein medium für wenige ist:

Der auf 140 Zeichen je Botschaft begrenzte Mikroblog wird von 4 Prozent der deutschen Onliner ab 14 Jahren genutzt, hochgerechnet sind das 2,08 Millionen Nutzer. (Busemann/Gscheidle 2012, S. 5)

Busemann, Katrin/Gscheidel, Christoph: Web 2.0: Habitualisierung der Social Communitys. media perspektiven 7–8/2012. S. 380-390.

mit diesen zahlen und diesem hinweis im kopf sollte man dann auch gerne noch einmal einen blick auf den vortrag von @miinaaa auf der open mind konferenz 2013 werfen. der ist nämlich ein sehr guter beitrag für eine debatte um „unser“ netz, um die viel geforderte medienkompetenz und nicht zuletzt auch für die gestaltung von netzpolitik und der tragfähigkeit der versprechen eines offenen und freien netzes.

und für weitere infos darüber hinaus kann man sehr viel bei nicole zillien nachlesen, die sich damit eingehend beschätigt hat.

Zillien, Nicole (2006): Digitale Ungleichheit // Digitale Ungleichheit: Neue Technologien und alte Ungleichheiten in der Informations- und Wissensgesellschaft (Forschung Gesellschaft). 1. Aufl. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

zum umgang mit dieser digitalen ungleichheit folgt dann noch einmal was.

links vom 24.06.2013

    Bertelsmann-Studie zeigt Ungerechtigkeit an deutschen Schulen – SPIEGEL ONLINE
    Mal wieder der Hinweis, dass wir in der Bildungspolitik noch viel vor uns haben.

    Wenn der Ausbau der Ganztagsschulen in diesem Tempo weitergeht, dauert es laut Dräger noch mehr als 50 Jahre, bis für alle Kinder genug Plätze vorhanden sind. "Dabei bietet gerade die gebundene Ganztagsschule gute Möglichkeiten, den Einfluss der sozialen Herkunft zu verringern."

    Die Freiheit des Publizierens » theorieblog.de
    ulrike höppner über das problem der wissenschaft mit einfachen publikationsformen. gut auf den punkt gebracht.

    Ich hätte mich schon längst entschieden – für das Innovative, nicht das Bewährte; für das Aufregende, nicht das Sichere; für das Richtige, nicht das Kluge. Ich bin überzeugt, je freier wissenschaftliche Erkenntnisse zugänglich sind, desto mehr haben wir alle davon. Aber ich weiß um das Risiko, dass dieser Weg letztlich vor allem die Anerkennung meines Textes behindert. So absurd das klingt. Das sollten wir ändern.

    Leistungsschutzrecht: Google beugt sich der deutschen Bürokratie | Digital | ZEIT ONLINE

Links vom 07.06.2013

Neue Links die man sich mal anschauen sollte vom 07.06.2013:

No Title

So geht das, wenn man für die gleiche Arbeit ungleich bezahlt….