wie moderne kunst von der documenta 14 in unser wohnzimmer einzog

kurz vor dem ende der documenta 14 haben wir es geschafft der ausstellung auch noch einen (deutlich zu kurzen) besuch abzustatten. dabei sind wir genau in die zeit der documenta 14 geraten, in der das „parthenon der verbotenen bücher“ wieder abgebaut wurde. das kunstwerk von marta minujín galt als das aushängeschild der documenta 14.

parthenon der verbotenen bücher während des abbaus

im rahmen der dekonstruktion wurden die bücher des parthenon verschenkt. und auch wir haben einige bücher mitgenommen. die bücher wurden eingeschweißt in der folie verschenkt, in der sie am parthenon aufgehängt waren und sind für uns auch in dieser folie geblieben. unser ziel ist es nicht, diese bücher in das regal zu stellen. vielmehr wollten wir gerne etwas von dem eigentlichen kunstwerk erhalten bzw. transformieren.

was macht man also nun mit in folie eingeschweißten büchern, die mit kabelbindern an einem metallgerüst befestigt waren und nun abgerissen wurden?

unsere lösung ist ein rahmen aus holz. dieser rahmen ist selbstgebaut und es wurde dabei ganz bewusst auf den versuch verzichtet, dass er „perfekt“ sein muss. stattdessen haben wir den transformatorischen charakter des originalkunstwerks aufgegriffen und durch eine unperfekte konstruktion gerahmt. und in diesem rahmen sind nun vier bücher aus dem parthenon der verbotenen bücher in unser wohnzimmer eingezogen.

in dem rahmen sind nun „Amerika“ von Franz Kafka, „Mann ist Mann“ von Bertolt Brecht, „El Principe“ von Nicola Maquiavelo und „To kill a Mockingbird“ von Harper Lee zu sehen. bücher die irgendwo in dieser welt irgendwann einmal verboten waren….

eine kleinere version steht als geschenk an eine freundin bereit.

und auch die eintrittskarten zur documenta haben ihren platz nach einem transformationsprozess an dem rahmen gefunden.

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