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leseempfehlung: Flüchtlingspolitik: Wie die Sprache langsam verroht – SPIEGEL ONLINE

Flüchtlingspolitik: Wie die Sprache langsam verroht – SPIEGEL ONLINE

georg diez schreibt in seiner kolumne deutlich und zutreffend von der beängstigenden veränderung der sprache in der flüchtlingspolitik.

mag man politische entscheidungen noch als wirkungslos oder ohne konkrete auswirkungen begreifen, da sie nur eine geringe zahl von migrat*innen betreffen oder nur einzelne maßnahmen von einzelnen aktueren oder staaten sind, verändert doch die sprache den diskurs. es gab bereit viele hinweise und artikel dazu im vorfeld, wie die afd diskurse nach rechts verschie…

leseempfehlung: Gegen rechtes Denken braucht es linke Gedanken

Gegen rechtes Denken braucht es linke Gedanken

Ich glaube, ein Grund dafür liegt darin, dass linkes Denken, wenn es undogmatisch ist, immer den Zweifel in sich trägt. Das ist ja gerade seine große emanzipatorische Qualität: nichts fraglos hinzunehmen, keine menschliche Ordnung für unumstößlich zu halten. Jedoch ist es bisher nicht im großen Stil gelungen, diese Qualität als Stärke herauszustellen. Zum Beispiel robust zu verfechten, dass die Freiheit des Zweifelns dem Zwang zur Gewissheit vorzuziehen sei. Dass Vielfalt nicht das G…

wie moderne kunst von der documenta 14 in unser wohnzimmer einzog

kurz vor dem ende der documenta 14 haben wir es geschafft der ausstellung auch noch einen (deutlich zu kurzen) besuch abzustatten. dabei sind wir genau in die zeit der documenta 14 geraten, in der das „parthenon der verbotenen bücher“ wieder abgebaut wurde. das kunstwerk von marta minujín galt als das aushängeschild der documenta 14.

parthenon der verbotenen bücher während des abbaus

im rahmen der dekonstruktion wurden die bücher des parthenon verschenkt. und auch wir haben einige bücher mitgenommen. die bücher wurden eingeschweißt in der folie verschenkt, in der sie am parthenon aufgehängt waren und sind für uns auch in dieser folie geblieben. unser ziel ist es nicht, diese bücher in das regal zu stellen. vielmehr wollten wir gerne etwas von dem eigentlichen kunstwerk erhalten bzw. transformieren.

was macht man also nun mit in folie eingeschweißten büchern, die mit kabelbindern an einem metallgerüst befestigt waren und nun abgerissen wurden?

unsere lösung ist ein rahmen aus holz. dieser rahmen ist selbstgebaut und es wurde dabei ganz bewusst auf den versuch verzichtet, dass er „perfekt“ sein muss. stattdessen haben wir den transformatorischen charakter des originalkunstwerks aufgegriffen und durch eine unperfekte konstruktion gerahmt. und in diesem rahmen sind nun vier bücher aus dem parthenon der verbotenen bücher in unser wohnzimmer eingezogen.

in dem rahmen sind nun „Amerika“ von Franz Kafka, „Mann ist Mann“ von Bertolt Brecht, „El Principe“ von Nicola Maquiavelo und „To kill a Mockingbird“ von Harper Lee zu sehen. bücher die irgendwo in dieser welt irgendwann einmal verboten waren….

eine kleinere version steht als geschenk an eine freundin bereit.

und auch die eintrittskarten zur documenta haben ihren platz nach einem transformationsprozess an dem rahmen gefunden.