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Links vom 07.06.2013

Neue Links die man sich mal anschauen sollte vom 07.06.2013:

Links vom 23.04.2013

    Telekommunikationsanbieter und die Irrtümer | Lummaland
    Nico auch zur Telekom, die das Internet kaputt macht. Absolute Leseempfehlung!!

    Die Geschichte der Telekommunikationsanbieter in Deutschland ist eine Geschichte voller Irrtümer

    FC Bayern: Hoeneß beherrscht die Attacke | Sport | ZEIT ONLINE
    Die Zeit über Uli Hoeneß und die Bekanntgabe des Wechsels von Mario Götze zum FC Bayern. Die Interpretation, dass Hoeneß hier von seinen Problemen wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung so agiert wirkt schlüssig. Hinzu kommt natürlich noch ein Champions League Halbfinale in dem sowohl der FC Bayern, als auch Borussia Dortmund stehen (wenn auch nicht gegeneinander). Und wenn bei den Bayern der Haussegen schief hängt, dann kann man ja mal für Aufregung in Dortmund sorgen. Das wäre aus meiner Perspektive eine weitere Interpretation dieses Timings. Denn das wird sich auf die Stimmung im Stadion wohl auswirken….

    Hoeneß hat die Qualitäten eines Machiavelli: einen bestens ausgeprägten Machtinstinkt und ein gutes Timing. Über van Gaal hatte er sich schon lange geärgert, doch schwieg er, bis er spürte: Jetzt ist der Holländer angeschlagen. Dann schoss er ihn in einer TV-Sendung ab. Sein Gespür fürs Timing scheint Hoeneß nun wieder zu bemühen: Die Schlagzeilen über Götze sollen vor allem von Hoeneß' Problemen ablenken.

    Mobil bis 2.000 Kilometer | Jenseits des täglichen Wahnsinns
    Hübsche Satire, die die Bahncard 100 Analog zu den neuen Verträgen der Telekom drosselt.

    Müsste, müsste, Bismarckbüste – Sascha Lobo über DSL-Flatrates: Die Telekom erdrosselt das Internet – SPIEGEL ONLINE
    Sascha Lobo in seiner SPON-Kolumne über die Telekom und ihren Angriff auf das Internet und die Netzneutralität.

    Deshalb entspricht die Bandbreitenbegrenzung einer weitgehenden Abschaltung des Netzzugangs, der Abkopplung von ungefähr allem außer E-Mail und ein wenig Notpornographie.

    Sarah Palin Calls for Invasion of Czech Republic – The Daily Currant
    Achtung Satire. Zu der Verwechslung von Tschechien und Tschetschenien, die in den Social Media Netzwerken so passierten. Sarah Palin fordert den Einmarsch in Tschechien

    "Yes there were Muslim and they were ethnic Chechens," Doocy started, "but they grew up mostly in Kyrgyzstan and the United States. And more importantly, Chechens don't come from the Czech Republic, they come from Chechnya, which is part of Russia. "

    "What's the difference?" Palin responded. "Isn't Russia part of the Czech Republic?"

    "No, the Czech Republic is a separate country. It's part of the European Union and a strong NATO ally," Doocy noted. "But heck, why not? Let's invade. What could go wrong?"

    Wissenswert. Telekom kaputt, langsamer als eine Stechmücke – pop64.de
    Sven rechnet nochmal vor, was es bedeutet, dass die Telekom die Internetanschlüsse kaputt macht. Und kommt dabei letztendlich wieder darauf zurück, dass es keine Drosselung ist, sondern funktional kaputt

Cloud

Bei 1337core ist ein Artikel unter dem Titel „Fuck you, Cloud. Ich will meine Daten zurück.“ erschienen. Darin spricht Alex von 1337core.de einige Dinge zur Cloud an, die mir auch immer schon mal durch den Kopf gingen und die auch schon anderen Stellen immer mal wieder als Diskussionsanstöße oder -beiträge aufgetaucht sind. Der Artikel hat mich angeregt, über die „cloud“ und das speichern von Daten bei Anbietern von Onlinespeicher auch noch einmal nachzudenken.

Ich will an dieser Stelle einmal versuchen meine Gedanken zur cloud und zu den Vor- und Nachteilen einigermaßen systematisch fest zu halten.

1.) Was ist die cloud?

Zuerst einmal scheint mir wichtig zu versuchen zu klären, was „cloud“ eigentlich bedeuten soll. Ich verstehe unter der cloud nicht ein völlig zentrales Gebilde oder eine spezifische Form von Anbieter. Vielmehr stellt die Cloud für mich einen Teil von Infrastruktur dar, der es ermöglicht mit unterschiedlichen Geräten an unterschiedlichen Orten auf die eigenen Daten zugreifen zu können. Das können natürlich bei einem der großen Anbieter gespeicherte Daten sein in Form von Dateien. Aber dazu gehören auch Kontaktdaten die über das Netz erreichbar sind oder Kalendereinträge. Letztendlich auch diese Gedanken, wenn sie dann im Netz liegen und ich von nahezu überall auf sie zugreifen kann. Also Daten, auf die ich auch ohne meine eigene Infrastruktur (Rechner, Internetzugang, Handy) über fremde Infrastruktur (z.B. Rechner in Bibliotheken, die einen Internetzugang bieten) zugreifen kann.

2.) cloud-computing

Das Gegenstück dazu scheint mir cloud-computing zu sein, was bestimmte Aufgaben von meinen Geräten trennt. Es geht dann also nicht nur um die Speicherung der Daten, sondern auch um die Bearbeitung von Daten.

3.) Daten weg, ich will sie zurück

Die Überschrift des Artikels bei 1337core.de finde ich etwas schwierig gewählt. Denn die Daten in der cloud sind ja nicht weg. Vielmehr sind sie entweder ‚woanders‘ oder eben als zusätzlich ‚woanders‘, also als Backup in der cloud. Auch offline kann ich also mit meinen Daten arbeiten, da ich sie immer noch zur Verfügung habe.

4.) Datenschutz

Wenn ich Daten aus der Hand gebe, dann haben andere auf diese Daten Zugriff. Es gilt also jeweils eine Entscheidung zu treffen, welche Daten ich in der cloud ablegen möchte. Dabei spielt Vertrauen in den jeweiligen Anbieter sicher eine Rolle. Als Alternative kann man sicher auch eine eigene Infrastruktur betreiben. Auch hier stellen sich aber Fragen nach dem Datenschutz. Es ist also eigentlich wie immer zu überlegen, wo ich welche Daten ablegen möchte. Sind diese Daten so sensibel, dass ich sie vielleicht lieber auf Papier in einen Safe packe, brauche ich sie garnicht digital und hefte sie in einen Aktenordner im Regal zuhause ab oder deponiere ich sie lieber in einem Bankschließfach (was auch nicht immer die Sicherheit bietet, dass die Daten nicht in fremde Hände gelangen).

Ich kann mich sicher auch zu einer lokalen Speicherung der Daten entscheiden und sie einfach auf dem Rechner oder einem externen Datenträger ablegen (am sichersten sind hier vielleicht 5,25″ Disketten. Da dürfte die Hardware zum auslesen nur noch selten vorhanden sein ;-)). Letztendlich stellt sich jedoch immer die Frage, wie sicher ich welche Daten verwahren will, muss und sollte. Zumindest was den „Einzelwert“ der Daten angeht. Die Aggregation unterschiedlicher Daten stellt dabei noch einmal einen anderen Themenbereich dar.

5.) Datensicherheit

Datensicherheit ist ein nicht unwesentlicher Faktor. In Punkt 3.) zu Datenschutz klang es bereits an. Wenn die Infrastruktur wegfällt, dann sind unter Umständen meine Daten verloren. Allerdings halte ich das nicht für ein Argument gegen die cloud. Auch USB-Sticks können verloren gehen oder einen Defekt aufweisen. Ebenso andere Formen der digitalen oder analogen Speicherung. Darum machen sich ja jede Menge Experten immer wieder Gedanken darum, wie man wissen speichern kann und das möglichst lange, verlustfrei und kompatibel für zukünftige Technologien. Letztendlich sind Backups wichtig um eine gewisse Datensicherheit zu gewährleisten.

6.) Eigene Infrastruktur

Eine eigene Infrastruktur, eine eigene cloud kann man sicher aufbauen. Inzwischen auch mit vielen Annehmlichkeiten, die sonst in erster Linie von Betreibern großer Angebote angeboten werden. Allerdings benötigt man dazu eben die Infrastruktur und die Möglichkeit eine solche Lösung zu administrieren und zu pflegen.

7.) Schlussfolgerungen

Die angesprochenen Punkte scheinen mir einige wesentliche zum Thema cloud zu sein. Vermutlich gibt es noch mehr zu beachten und ich habe einiges nicht mitgedacht. Die hier genannten Punkte scheinen mir aber keineswegs gegen die cloud zu sprechen. Viel eher für die Nutzung der cloud durch private Nutzer.

Die cloud bietet neben der Synchronität der Daten zwischen unterschiedlichen Endgeräten auch ein Backup. Und das in den meisten Fällen im Anschluss an eine Änderung. Eine solche Lösung selbst zu pflegen ist zumeist nur mit einem gewissen Aufwand und den nötigen Ressourcen (Geld, Wissen) möglich. Auch bei eigener Infrastruktur wie owncloud.org gebe ich dazu noch einiges aus der Hand, wenn ich den Code nicht selbst schreibe oder zumindest überprüfe.

Mittels der cloud (z.B. Mails, Kontakte, Kalender bei Google; Dateien bei Dropbox; Bilder bei Flickr; etc; etc) kann ich mir eigene Backups auf ziemlich komfortablen Wegen sichern. Und wenn ich unterschiedliche Geräte synchronisiere, dann sogar Backups auf unterschiedlichen Geräten. Nicht nur sind die einzelnen Geräte synchron, sie bieten auch jeweils ein Backup des anderen. Für viele einfache Nutzer ist das zum einen bequem, zum anderen ist es mehr Backup, als man lange vorher gemacht hat.

Die Speicherung meiner Daten in fremde Hände zu legen ist natürlich ein Risiko. Aber in einer arbeitsteilig organisierten Gesellschaft scheint mir das keineswegs absurd. Auch Bankschließfächer sind „in fremden Händen“. Wichtig ist hier sicherlich das Vertrauen in den Anbieter und hoffentlich auch die entsprechende Prüfung der Bedingungen die man akzeptiert. Und zu guter letzt ist es natürlich immens wichtig zu entscheiden, welche Daten an welchen Stellen gespeichert sein sollen. Das sind letztendlich aber Fragen, die keineswegs auf die cloud beschränkt sind. Das man sich in dieser Masse nun noch einmal neu Gedanken machen muss, Anbieter „prüfen“ und sich entscheiden muss, dass bringt technologische Entwicklung eben mit sich.