Posts Tagged: Journalismus

links vom 10.01.2014

  • Setze auf mehrere Produktelinien | Deadline
  • constantin seibt schreibt über die geschmacksurteile und die engführung dieser mit der zeit.

    er hat auch einen lösungsvorschlag zum umgang mit dieser engführung:

    Mein Vorschlag ist, mehrere parallele Ästhetiken zu entwickeln: Dadurch entstehen wie automatisch mehrere parallele Ichs. Man tritt seinem Niedergang quasi als Rudel entgegen. Vielleicht überlebt ja eins.

    ich verknüpfe diesen vorschlag gedanklich mit dem konzept der "grenzüberschreitungen", wie es andreas gebesmair formuliert hat.es geht dann damit auch um macht und durchsetzungsfähigkeit. und hier finde ich die formulierung "überlebt" ein wenig hart. schnell verweist das ganze auf eine ideologie von "gefressen und gefressen werden", die dabei auf eigenaktivität verweist und sozialstrukturelle ursachen von erfolg nicht thematisiert.

    und ein weiteres wunderbares zitat hat constantin seibt untergebracht, indem er vorher eben doch auch machtverhältnisse anspricht und eine idee zur definition von "rechts sein" mitbringt:

    Rechts deshalb, weil einer, der konsequent die Machtverhältnisse ignoriert, automatisch rechts denkt.

  • Fleischkonsum in Deutschland – „Vegetarier sein und trotzdem Fleisch essen“ – Leben – Süddeutsche.de
  • vegetarier und trotzdem fleisch ist also flexitarismus.

    Flexitarismus ist für diejenigen, die ihn praktizieren, wunderbar. So kann man Vegetarier sein und trotzdem Fleisch essen. Mal einen Hirschbraten an Weihnachten oder ausnahmsweise ein Wurstbrot, aber eigentlich esse ich ja gar kein Fleisch! Ein gefühlter Vegetarismus eben. Das ist auch eine ideale Methode, um sich ethisch zu verhalten, sich aber trotzdem kleine Sünden zuzugestehen.

    nicht das, was ich tue, da ich ja im gegensatz dazu vermutlich doch noch relativ viel fleisch esse.

links vom 12.10.2013

#4 Emckes Expeditionen: Ich wähle | ZEIT ONLINE
carolin emcke macht deutlich, warum nichtwählen eben doch nicht der situation bei dieser wahl gerecht wird.

digitale ungleichheit

ursprünglich sollte das hier als ein link in der typischen linksammlung auftauchen. allerdings scheint mir dieses thema viel zu relevant zu sein, um in den linklisten zu verschwinden. daher kommen meine anmerkungen zu dem text von ole reissmann nun als ein eigenständiger artikel hier an.

Wir sind die 0,01 Prozent: Die Second-Screen-Twitter-Blase – Ole Reißmann

      ole reissmann weist auf die problematik hin, dass man twitter für zu wichtig hält.

Was aber nicht schaden kann, ist ein bewussterer Umgang mit Twitter. Dazu braucht es Nutzerzahlen und einen kritischer Blick auf Retweet-Kartelle, Fav-Zirkel und Follower-Supernodes. Das wäre mal ein schönes Stück Datenjournalismus.

zu den von @oleraufgeworfenen fragen bietet die ard/zdf-onlinestudie einige hinweise, die noch einmal verdeutlichen, dass twitter nur ein medium für wenige ist:

Der auf 140 Zeichen je Botschaft begrenzte Mikroblog wird von 4 Prozent der deutschen Onliner ab 14 Jahren genutzt, hochgerechnet sind das 2,08 Millionen Nutzer. (Busemann/Gscheidle 2012, S. 5)

Busemann, Katrin/Gscheidel, Christoph: Web 2.0: Habitualisierung der Social Communitys. media perspektiven 7–8/2012. S. 380-390.

mit diesen zahlen und diesem hinweis im kopf sollte man dann auch gerne noch einmal einen blick auf den vortrag von @miinaaa auf der open mind konferenz 2013 werfen. der ist nämlich ein sehr guter beitrag für eine debatte um „unser“ netz, um die viel geforderte medienkompetenz und nicht zuletzt auch für die gestaltung von netzpolitik und der tragfähigkeit der versprechen eines offenen und freien netzes.

und für weitere infos darüber hinaus kann man sehr viel bei nicole zillien nachlesen, die sich damit eingehend beschätigt hat.

Zillien, Nicole (2006): Digitale Ungleichheit // Digitale Ungleichheit: Neue Technologien und alte Ungleichheiten in der Informations- und Wissensgesellschaft (Forschung Gesellschaft). 1. Aufl. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

zum umgang mit dieser digitalen ungleichheit folgt dann noch einmal was.

Unterstellungen sind ein journalistischer Trick….am Valentinstag

Ging letztes Jahr durchs Netz, da habe ich es aber nicht geschafft das ganze zu bloggen. Ist dieses Jahr immer noch lustig.

via: Netzpiloten.de.