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Links vom 18.03.2013

Mike Godwin on Godwin’s Law and Nazi Comparisons — Daily Intelligencer

Mike Godwin im Interview zu Godwin’s Law.

„Mit zunehmender Länge einer Online-Diskussion nähert sich die Wahrscheinlichkeit für einen Vergleich mit den Nazis oder Hitler dem Wert Eins an.”

Startseite – ZDF Mediathek
Katrin Bauernfeind unterhält sich mit Olli Schulz.

Opinion: The Internet is a surveillance state – CNN.com
Bruce Schneier schreibt über das Internet als Überwachungsstaat. Wir werden überall getrackt und unsere Daten werden an den unterschiedlichsten Stellen zusammengeführt. Dazu bringt er Beispiele für die Kombination von unterschiedlichsten Daten und deren Konsequenzen. Unter anderem Paula Brodwell, deren Hotelbesuche mit den Netzwerkdaten ihrer Zugriffe kombiniert wurde. In der Konsequenz geht er davon aus, dass man gegen diese Überwachung allerdings nichts tun kann und ihr erst einmal ausgeliefert ist.

Sure, we can take measures to prevent this. We can limit what we search on Google from our iPhones, and instead use computer web browsers that allow us to delete cookies. We can use an alias on Facebook. We can turn our cell phones off and spend cash. But increasingly, none of it matters.

Sonntag: Ghetto Funk, Bitches. :: 1337core
ein passende Beschreibung für Sonntags. Mit schicker Musik. Es ist 14:49 Uhr

Aufzug. Krankenhaus. | Draußen nur Kännchen

Er drückt die Zwei. Ruckelruckel. Tür auf.
“Ist das die Zwei?”
“Das ist die Zwei.”
“Hier muss ich auch nicht hin.”
Tür zu.

Aus für Google Reader: Kommt das offene Internet an sein Ende? | Digital | ZEIT ONLINE
Kai Biermann über das aus für den Google Reader un den Vorteil von RSS als offenes System im Gegensatz zu Facebook und Twitter. Und auch zu der möglichen Relevanz von Werbung beim ausblenden von RSS.

<blockquote>Wahrscheinlich gibt es aber noch einen, möglicherweise viel wichtigeren Grund für das Abrücken von der Technik: RSS war nie ein Werkzeug für die Masse. Es war immer ein Spielzeug für Nerds und News-Junkies. Im Gegensatz zu Facebook und auch Twitter. Beide bieten mehr als Nachrichten und ziehen viel mehr Menschen an, als es Feedreader je konnten. Daher sind sie für Anbieter von Informationen attraktiver. RSS wird dadurch nicht gleich sterben, immerhin basieren viele nützliche Dienste auf dem Protokoll. Doch wird das Format weniger sichtbar. Leider, denn es ist im Gegensatz zu seinen Konkurrenten offen.</blockquote>

Kurt Cobain

Kurt Cobain auf einem Go-Kart. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Elvis in the Beginning: Photographs by Alfred WertheimerLightBox – LightBox
Frühe Fotos von Elvis Presley, Aufgenommen von Alfred Wertheimer. Faszinierende Blick auf die Anfänge von Elvis Karriere.
.WE WERE WASTED!: BLOGGING GUIDE // Blogger Netiquette
Nadine von We Were Wasted hat einen kleinen und netten Blogging Guide geschrieben. Im Grunde geht es darum, dass man nett miteinander umgeht.
Feedly: 500.000 neue Benutzer und wöchentlich neue Funktionen
Feedly zieht nach dem angekündigten Ende des Google Reader unglaublich viele Nutzer an und verspricht wöchentlich neue Funktionen. Offline in der Android-App fände ich ja wichtig.
Vielfahrer: Bahn will Reisedaten ihrer Kunden vermarkten – SPIEGEL ONLINE
Die Bahn hat vor ins Werbegeschäft einzusteigen und die Kundendaten zu vermarkten. Zum Glück fahre ich selten Bahn.

Flaschenhersteller sollen für Wein bezahlen?

Ich lese gerade „Unbegründete Sorgen anlässlich des Leistungsschutzrechts“ von Christoph Keese. Der Artikel stellt eine Replik auf einen Artikel von Kai Biermann auf zeit.de

Der Artikel von Kai Biermann entwickelt mit 4 Argumenten einen Entwurf der Probleme eines Leistungsschutzrecht.

Das erste Argument bezieht sich dabei auf die bisher kostenlosen Inhalte von Verlagen. Es sei nun nicht nachvollziehbar, warum man dafür nachträglich Geld haben wolle.

Das zweite Argument bezieht sich auf die Gefahr des Kopierens von Inhalten. Dieser könne jedoch bereits mit dem aktuellen Urheberrecht reagiert werden.

Das dritte Argument wirft den Vertretern des Leistungsschutzrechts Verlogenheit vor. Insbesondere, da nicht die Urheber, sondern die Verlage von diesem Recht profitieren. Dabei werden die Urheber vorgeschoben, um dieses Leistungsschutzrecht zu legitimieren.

In seinem vierten Argument beschreibt Biermann die Gefahr von nicht mehr frei verwertbaren Nachrichteninhalten und dem damit eingeschränkten freien Fluss von Informationen.

Christoph Keese reagiert in seinem Artikel auf Kai Biermann.

Dabei greift er die einzelnen Argument auf. Und entgegnet auf den Hinweis, dass die Inhalte kostenlos im Netz seien und die Verlage nicht selbst die Aggregatoren entwickelt hätten:

„Verlage produzieren Inhalte, oder um einen Vergleich zu bemühen: Verlage stellen den Wein her, nicht die Flaschen. Es hat sich heraus gestellt, dass mit Flaschen derzeit mehr Geld zu verdienen ist als mit Wein. Sollte man deswegen den Wein aufgeben und auf Flaschen umsatteln? Ich fände das falsch. Besser ist es, weiter zu versuchen, mit Wein Geld zu verdienen. Dazu gehört auch, aber natürlich nicht nur, vom Flaschenhersteller etwas Geld für den Wein zu bekommen.“

Ich bin mir nicht sicher, aber meines Erachtens nach, kaufen Weinhersteller die Flaschen beim Flaschenproduzenten ein, oder? Allerdings reden wir hier von zwei Produkten. Vielmehr klingt hier an, dass der Weinhersteller Geld dafür haben möchte, dass der Händler im Prospekt den Wein anpreist. Und der Weinhersteller will Geld haben, ohne dass der Händler bisher eine Flasche Wein verkauft hat. Der Weinhersteller verschenkt seinen Wein sogar am Herstellungsort. Und der Händler, der darauf hinweist, der soll dafür zahlen.

Auf das zweite Argument entgegnet Keese, dass Aggregatoren eben nicht dafür zahlen, dass sie Inhalte ausliefern. Dieses Argument ist nachvollziehbar, insbesondere die Aggregatoren, die damit Geld verdienen, indem sie die Inhalte weitergeben. Aber genau dieser Fall sollte eben abgedeckt sein. Das es hier eben eine bestehende Rechtslage gibt, wird von Keese ignoriert.

Seine Reaktion auf Biermanns drittes Argument ist, dass die Verleger selbstverständlich mit den Urhebern über die Inhalte verhandeln werden und auch die Journalisten am Leistungsschutzrecht verdienen werden. Hier kann man ja mal abwarten, was in Zukunft möglich sein wird.

Dem letzten Argument wird entgegen gehalten, dass es eben bereits jetzt schon nicht erlaubt ist, Inhalte zu kopieren, die journalistisch aufbereitet sind. Die Nachricht selbst bleibt weiterhin frei.

Spannend ist der Schluss von Keeses Artikel, in dem er eine Entgegnung auf Abschlussfrage von Biermann formuliert. Biermann fragt danach, ob es wohl wahrscheinlicher ist, dass Google News eingestellt wird oder ob Google Geld an die Verlage ausschüttet.

Keese entgegnet, dass

„Produkte, die darauf angewiesen sind, Leistungen von Lieferanten kostenlos in Anspruch zu nehmen, sind nicht marktfähig. Umgekehrt setzen Lieferanten zumeist Preise, die ihren von Kunden bezahlt werden können. Es gibt keinen Grund, warum dieser normale Mechanismus nicht auch auf diesem Markt greifen kann.“

Wie war das mit der Flasche und dem Wein?

Mir leuchtet dabei keineswegs ein, warum man für Verlinkungen Geld zahlen sollte. Und als ein „normaler“ Kunde, profitiere ich von diesen Angeboten. Ich möchte gerne bei Suchmaschinen schnell auf die wichtigen Meldungen hingewiesen werden. Ich möchte Angebote vieler Anbieter an zentraler Stelle sehen können. Es ist dabei keineswegs Faulheit die einzelnen Verlagsseiten auf der Suche nach einer Meldung anzusurfen. Insgesamt wird vermutlich eher der soziale Austausch gefördert werden. Facebook, Twitter & Co. sind bereits News-Aggregatoren. Diese leiten mich in weiten Teilen zu den Artikeln, die ich lese. Google News nutze ich für spezielle Infos, die ich Suche. Wenn ich ein Schlagwort recherchiere.

Ich bin gespannt, wann und wie ein LSR kommt. Und was ist die Alternative? Das Google die Verlage nicht mehr listet? Das fände ich im Interesse der Informationsfreiheit sehr schade. Damit würden mir einfach viele Quellen verloren gehen. Eine Neuregelung des Urheberrechts scheint mir auch hier dringend notwendig und wichtig. Aus meiner Perspektive geht es um den Zugang zu Informationen für die Menschen. Diesen gilt es zu erhalten. Dieser bringt uns den Fortschritt. Insbesondere, wenn es um aktuelle Inhalte geht.

Die Auswirkungen auf das Zitatrecht und auf Blogs die Werbung einblenden sind mir noch völlig unklar. Ich befürchte aber schlimmes…

EDITH: Bei opalkatze.wordpress.com gibt es weitere Links zum LSR